… ich bereite mich gedanklich und auch emotional auf meine Entlassung vor. Morgen soll es nach sieben  Wochen Klinikaufenthalt nach Hause gehen.

Ich betrachte es mit gemischten Gefühlen. Einerseits freue ich mich auf zu Hause, andererseits wird mir diese Glocke in der ich mich befinde, fehlen. In der Klinik ist man abgeschottet von jeglichem Alltagsstress und die Gemeinschaft tut gut. Es ist wie eine große WG, man ist nie alleine und es ist immer jemand zum reden da. Das wird mir fehlen. Momentan habe ich Probleme damit alleine zu sein. Das hatte ich schon ewig nicht mehr. Ich muss mich darin also wieder neu aufstellen und erneut üben. Die Kinder kommen erst nach Karneval zurück, so das ich die nächsten Tage Zeit habe, an mich zu denken und mir etwas Gutes zu tun. Was ich machen werde weiß ich noch nicht so genau, aber da wird sich schon etwas finden. Ich weiß das es nicht schlimm ist alleine zu sein, das ich das ertragen kann und das es mich nicht quälen muss. 

Meine Entlassung stand noch auf der Kippe. Am Montag in der Oberarztvisite bin ich in Tränen ausgebrochen und man war nicht zufrieden mit mir.
Das mir das Loslassen von Herzensmenschen so schwer fällt, zeigt auch meine dependente Persönlichkeitsstörung. Es ist für mich das schwierigste überhaupt. Vlt zeigt es mir auch, das ich seit der Trennung von meinem Ex Angst vor etwas Neuem habe, das ich Angst davor habe mich einer Liebe abhängig zu machen. Ich möchte mich ja eben nicht so fühlen das ich bettelnd auf die Knie gehe. Sondern mein Selbst und meine Achtung vor mir selber nicht verliere. Ich glaube, vieles ist in meiner Kindheit begründet. Und ich musste immer um Liebe kämpfen. Ich bin müde und ausgezehrt davon. Schenke mir selbst Liebe und meinen Kindern.

Zurück zur Visite. Erst sollte ich länger in der Klinik bleiben. Da aber meine Kinder unbedingt nach Hause möchten und ich es nicht einsehe wegen diesem „Rückfall“ länger zu bleiben und dagegen ankämpfen werde, bekomme ich so lang ich es brauche, vorübergehend etwas zur inneren Ruhe. Das darf ich auch zu Hause nehmen, es macht nicht abhängig und soll mir nur beim verarbeiten helfen. Mit den Medikamenten fühle ich mich innerlich nicht mehr so verzweifelt und hilflos. Bin tatsächlich ruhiger.

Neues Ziel: My Wonderland

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