Heute habe ich auf meinem Kontoauszug gesehen, das meine WordPress Jahresgebühr (Premium) beglichen wurde. Also nahm ich dies zum Anlass, mich hier wieder sehen zu lassen. War eh mein Vorsatz 😉

Ich schaue mich erstmal wieder um und bin gespannt, was mich alles so bei euch und mit euch erwartet.

Ein Bild gibt es auch noch vom letzten Sommer. Oh wie vermisse ich ihn jetzt schon.

… Ich kenne dich. Wie hast du nur den Weg wieder zu mir gefunden. Ich hatte mich verabschiedet und dachte ich seh dich erst ganz am Ende wieder. Du bist mir vertraut. Du hast dich angeschlichen. Ab und an hab ich dich in weiter Ferne gesehen, aber ich dachte, du gehörst nicht mehr zu mir. Jetzt begleitest du mich wieder ein Stück. Du bist schwer geworden. Schwerer als beim letzten Besuch und ich frage mich wie lang du bleibst. Ich frage mich ob du wieder ganz auf Reisen gehst oder du etwas von dir da lässt. Du bist nicht schüchtern und nimmst in mitten meiner Mitte Platz und schaust mich an. Ich merke wir werden ein ganzes Stück zusammen gehen. Ich und mein Freund der Schmerz. 


… ich bereite mich gedanklich und auch emotional auf meine Entlassung vor. Morgen soll es nach sieben  Wochen Klinikaufenthalt nach Hause gehen.

Ich betrachte es mit gemischten Gefühlen. Einerseits freue ich mich auf zu Hause, andererseits wird mir diese Glocke in der ich mich befinde, fehlen. In der Klinik ist man abgeschottet von jeglichem Alltagsstress und die Gemeinschaft tut gut. Es ist wie eine große WG, man ist nie alleine und es ist immer jemand zum reden da. Das wird mir fehlen. Momentan habe ich Probleme damit alleine zu sein. Das hatte ich schon ewig nicht mehr. Ich muss mich darin also wieder neu aufstellen und erneut üben. Die Kinder kommen erst nach Karneval zurück, so das ich die nächsten Tage Zeit habe, an mich zu denken und mir etwas Gutes zu tun. Was ich machen werde weiß ich noch nicht so genau, aber da wird sich schon etwas finden. Ich weiß das es nicht schlimm ist alleine zu sein, das ich das ertragen kann und das es mich nicht quälen muss. 

Meine Entlassung stand noch auf der Kippe. Am Montag in der Oberarztvisite bin ich in Tränen ausgebrochen und man war nicht zufrieden mit mir.
Das mir das Loslassen von Herzensmenschen so schwer fällt, zeigt auch meine dependente Persönlichkeitsstörung. Es ist für mich das schwierigste überhaupt. Vlt zeigt es mir auch, das ich seit der Trennung von meinem Ex Angst vor etwas Neuem habe, das ich Angst davor habe mich einer Liebe abhängig zu machen. Ich möchte mich ja eben nicht so fühlen das ich bettelnd auf die Knie gehe. Sondern mein Selbst und meine Achtung vor mir selber nicht verliere. Ich glaube, vieles ist in meiner Kindheit begründet. Und ich musste immer um Liebe kämpfen. Ich bin müde und ausgezehrt davon. Schenke mir selbst Liebe und meinen Kindern.

Zurück zur Visite. Erst sollte ich länger in der Klinik bleiben. Da aber meine Kinder unbedingt nach Hause möchten und ich es nicht einsehe wegen diesem „Rückfall“ länger zu bleiben und dagegen ankämpfen werde, bekomme ich so lang ich es brauche, vorübergehend etwas zur inneren Ruhe. Das darf ich auch zu Hause nehmen, es macht nicht abhängig und soll mir nur beim verarbeiten helfen. Mit den Medikamenten fühle ich mich innerlich nicht mehr so verzweifelt und hilflos. Bin tatsächlich ruhiger.

Neues Ziel: My Wonderland

Ich bin nicht zum schreiben gekommen. Mein Arzt hat mich letzte Woche Donnerstag in die Klinik eingewiesen. Und das ging so spontan, das ich im Sturzverfahren meine Tasche packen musste. Eine Freundin von mir hat mich zur Klinik gebracht. Ich kam vorübergehend auf eine geschlossene Station. Dort herrschte natürlich keine Wohlfühlatmosphäre. Es war vielmehr sehr hart das zum zweiten Mal zu erleben. Der Freiheit beraubt, umgeben von Menschen die an Depressionen, Psychosen und Schizophrenie leiden. Es war eine lehrreiche Erfahrung aber ich habe auch viele gute Gespräche führen können und einen netten Menschen kennengelernt ☺In der Station herrschte für mich ein Handyverbot und ein Ausgangsverbot. Das Highlight des Tages dort waren wirklich die Mahlzeiten und die Pillenparty. Ich wurde dort medikamentös auf einen „Stimnubgsstabilisator“ eingestellt. Das erste Medikament habe ich nicht vertragen, Valproatsäure wurde wegen Tremor am ganzen Körper wieder abgesetzt. Nun bekomme ich ein anderes, von dem man angeblich nicht zunehmen soll. In der einen Woche habe ich zwei Kilo zugenommen. Die Bewegung mit dem Hund fehlte mir und die morgend- und abendliche Brotzeit hat reingehauen.

Heute bin ich dann in eine andere Klinik verlegt worden. Eine offene Station und ich hatte das Glück, sogar ein Einzelzimmer zu bekommen. Somit brauche ich keine Angst vor schnarchenden Mitpatienten haben und kann mich zurück ziehen wann immer ich mag. Sofern keine Therapie statt findet. 

Gerade warte ich auf den Arzt der mit mir ein Gespräch führen möchte. Ich weiß nicht wann er heute kommen wird. 

In mir ist nicht mehr diese Leere die ich gefühlt habe. Ich habe Hoffnung das alles besser wird. 

… meine Nacht habe ich im Bett verbracht. Ich habe gestern schon um 19.15 Uhr geschlafen und auch die Nacht durch geschlafen. Dank meiner Medis bin ich sehr müde. Heute bin ich sehr stolz auf mich. Ich habe Wäsche gefalten, einmal durch gesaugt und war mit dem Hund kurz im Wald. Habe mir kleine Tagesziele gesetzt die überschaubar waren mit Pausen dazwischen. 

Habe in der Klinik angerufen und gefragt ob sie mir schon etwas zur Aufnahme sagen können. Momentan ist kein Bett frei, es dauert wohl noch ca. 1-2 Wochen. Es erscheint mir endlos lang.

Morgen habe ich um 8.15 Uhr einen TE bei meiner Therapeutin. Das wird schwer so früh aus dem Haus zu kommen … aber ich muss das schaffen.

Am Freitag dann nochmal zu meinem Arzt.

Nach einer weiteren Nacht auf dem Sofa vorm TV habe ich einigermaßen gut geschlafen. Meinen Medi’s sei Dank! Am Morgen ist die Antriebslosigkeit und das weinen am schlimmsten. Meine Kinder sind gestern Abend noch zu ihrem Vater gegangen, es war ein schwerer Abschied voller Tränen. Meine Tochter hat sehr geweint. Aber ihr Vater kümmert sich liebevoll um sie und hat für meine Krankheit Verständnis. Die Kinder fehlen mir, da sie mir Liebe und Kraft geben. Aber momentan sind sie bei ihrem Vater besser aufgehoben da sie damit nicht umgehen können wenn es mir nicht gut geht. Ihre kleinen Seelen müssen geschützt werden. Mein ältester Sohn ist sehr verständnisvoll und kümmert sich um unseren Hund und um mich. Heute war es ein grauer Tag, ich habe den Vormittag geschlafen und mich dann immerhin angezogen und bin mit meiner Freundin einkaufen gefahren. Derzeit darf ich kein Auto fahren (Medi) und alleine raus hätte ich nicht geschafft. Freunde zu haben die einem zuhören, egal ob real oder via FaceTime und Voicemails sie so wertvoll. Ich danke euch dafür das ihr für mich da seid!

Jetzt wasche ich noch eine Maschine Wäsche und räume die Spülmaschine aus. Mehr schaffe ich heute nicht. 

… so fühlt es sich gerade an. Wie ein Schleier der sich über mein Hirn gelegt hat. Kann mich nur sehr schwer konzentrieren, kaum am Leben teilnehmen, hab keine Kraft etwas zu essen. Seit Tagen geht es mir schlecht. Die Frage ist, warum wieder dieser Absturz … reichen die Medikamente nicht mehr in ihrer Dosierung aus? Setzt mir die dunkle kalte Jahreszeit so zu? Ist es einfach wieder mal an der Zeit durch das dunkle Tal zu gehen? 

 Die Nacht kaum geschlafen, die Nacht auf dem Sofa verbracht. Dann heute Morgen zum Arzt, ein neues Medikament bekommen gegen dunkle Gedanken. Krass gesagt: Meine Kinder halten mich am Leben! Empfinde so viel Liebe für sie, aber sonst momentan keine Freude, eigentlich ist das Leben eine Belastung für mich. Ich bin müde vom Leben. Fühle mich ausgezehrt und erschöpft.

Nun stehe ich auf der Warteliste für die stationäre Aufnahme zur Klinik. Mein 4. Klinikaufenthalt. Die Kinder müssen dann zum Papa, habe es ihnen behutsam mitgeteilt, Traurigkeit macht sich breit das ich in die Klinik muss. 

Ich will schlafen. Einfach nur schlafen. Dann fühlt man nichts, der Kopf ist ausgeschaltet. 

Hallo ihr Lieben, erstmal: Willkommen im neuen Jahr! Ich hoffe ihr hattet einen schönen Übergang. Nur das Beste wünsche ich euch im neuen Jahr! 😊

Es ist für mich an der Zeit meinen Jahresrückblick zu verfassen. Leider möchte mein Laptop gerade nicht so wie ich gerne wollen würde da er meint jetzt ein Update fahren zu müssen, also schreibe ich euch vom Handy aus. Etwas umständlicher aber alles geht irgendwie.

Sitze mit meinem Tee „Seele“ unter der Decke und tippe auf der kleinen Tastatur.

Wie geht es mir? Momentan nicht gut. Meine depressive Phase hat wieder zugenommen, ich bin sehr in mich gekehrt, sehr bedrückt und brauche viele Auszeiten. Ich denke zu viel und mein Kopf lässt sich nicht ausschalten. Kopf über Herz! Zudem setzt mir der Winter sehr zu … sehne wie jedes Jahr den Frühling herbei.

Nun zum Jahresrückblick. Ich finde es immer gut sich selbst zu reflektieren. Es hilft auch nochmal Dinge zu verarbeiten und sich bewusst zu machen.

Gesundheit allgemein:

Ich war in 2016 wirklich wenig krank. Einmal hatte ich einen hartnäckigen grippalen Infekt der sich fast zehn Tage zog. Aber im allgemeinen war ich wirklich fit. Meine HWS-Beschwerden haben auch recht nachgelassen. Seit dem 16.12.2016 habe ich das Rauchen aufgegeben. Ich habe viel geraucht und bin stolz auf mich, von den Zigaretten losgekommen zu sein. Zudem spare ich mir nun das Zigarettengeld und werde mir davon etwas gönnen.

Fitness:

Tja. Immer noch eine Katastrophe. Leider bin ich in meinem Gym eine Karteileiche geblieben. Ich hatte mir zum Ende 2016 voller Motivation vorgenommen, den Sport anzugehen. Aber ich habe sprichwörtlich meinen Arsch nicht hoch bekommen. Sport erschöpft mich so. Zudem es in meinen vollen Alltag einzubauen eine Kunst für sich. Aber ich versuche mein Bestes in diesem Jahr zu geben. Habe mir kleine Schritte zum Ziel gesetzt. Meine fünf Kilo plus an Gewicht sind immer noch da. Heul.

Freundschaften:

Auch in diesem Jahr darf ich schreiben, das meine langjährigen Freundschaften geblieben sind ❤ Meine Freunde bedeuten mir sehr viel, ich sehe sie nicht oft, aber sehr regelmäßig und ich habe sie alle lieb. In diesem Jahr habe ich einige neue Bekanntschaften machen können. Im September gab es ein Highlight für mich. Ein Freund aus der Schweiz, der liebe Dany den ich hier kennen gelernt habe, hat mich und die Kinder in meinem / unserem zu Hause besucht. Es waren vier schöne Tage und toll, einen Menschen real treffen zu dürfen. Danke für deinen Besuch und deine Zeit Dany!

Privat Kinder:

Meine Kinder. Mein Glück. Mein Leben. Mein ALLES für mich. Ich muss sagen das ich sehr stolz auf sie bin. Mein Ältester Sohn hat sich über einen Praktikumsplatz eine Ausbildungsstelle für den Sommer in diesem Jahr gesichert. Mein jüngster Sohn hat von der Grundschule auf die weiterführende Schule gewechselt. Meine Tochter ist gerade in ihrem letzten Jahr auf der Grundschule. Alle haben sich positiv entwickelt. Oh ich liebe sie so sehr!

Privat Hobby’s:

Hier gibt es nur wenig zu berichten. Mein Hobby könnte schlafen sein…. Ich muss eindeutig mehr für mich tun!

Privat Urlaub:

Ende 2015/Anfang 2016 waren wir ja in Holland an der See im Center Parcs. Ansonsten gab es keinen Urlaub für mich. Der Umzug hat einiges an Geld verschlungen. Die Kinder waren mit ihrem Papa in Italien.

Privat Tiere:

Von Diego habe ich ja schon berichtet. Eine Seele von Hund. Wir lieben ihn sehr. Manchmal ist es anstrengend für mich ihm gerecht zu werden, aber er ist genügsam und alle Kinder kümmern sich mit um ihn. Unsere Katzen, Luna und Carla, wohnen auch noch bei uns. Ein Leben mit Tieren ist wundervoll.

Privat Beziehung:

2016, das Jahr in dem ich Single war. Eine völlig neue Erfahrung für mich. Konnte ich früher nicht alleine sein, so kann ich es jetzt umso mehr. Etwas das ich gelernt habe auf das ich sehr stolz bin. Das erste Mal das ich erfahren durfte das Single sein nicht schlimm ist und ich habe meine Freiheit genossen. Herzmensch wo bist du?

Meine Psyche, die Depression:

Aus psychiatrischer Sicht muss ich sagen war es im Großen und ganzen ein gutes Jahr für mich. Ich war recht stabil, hatte längere Krankheitstage wo ich nicht auf der Arbeit war. Aber im allgemeinen war ich, abgesehen von meinen eh mir bekannten Up’s and Down’s zufrieden. Ich habe eine neue Therapeutin die ich alle vier bis sechs Wochen besuche. Das hilft mir sehr, meinen Blick im Leben nicht zu verlieren.

Nun noch ein Bild. Dany und ich im September 2016.


Hallo ihr Lieben,

es gibt mich auch noch. Seit Tagen denke ich, das ich unbedingt mal wieder hier schreiben möchte. Nun sitze ich gemütlich auf der Couch, Fussball läuft im Hintergrund und ich nehme mir die Zeit euch zu schreiben. Laaaaaaange war es still hier, das wird sich aber hoffentlich wieder ändern, ich bemühe mich 🙂

Wie geht es uns?

Wir sind am 30. April in unser Haus gezogen und die Wochen davor waren sehr stressig. Für vier Personen den Umzug alleine zu organisieren und zu bewältigen (natürlich hatte ich Umzugshelfer, lieben Dank nochmal an alle!, aber ich meine das Kisten packen etc.) hat mich doch viel Kraft und auch Zeit gekostet. Im neuen zu Hause alles einzurichten ist etwas wunderschönes, es ist richtig gemütlich und wir fühlen uns hier alle pudelwohl. Wir sind angekommen und es war die richtige Entscheidung  (kostet das Haus doch mehr Miete als unsere vorherige Wohnung) und geniessen das Plus an Lebensqualität. Ich war schon immer ein Mensch der gerne zu Hause ist, aber jetzt liebe ich mein Zuhause noch mehr. My home is my castle 😉

Durch den Umzug bedingt hatte ich Phasen an denen mir alles über den Kopf zu wachsen schien. Die Kinder versorgen, packen, arbeiten und dazwischen auch Luft holen und nicht im Chaos versinken. Aber irgendwie habe ich mich durch gebissen und mir immer gesagt, nach dem Umzug ist alles viel schöner, du musst da jetzt durch. Im Nachinein muss ich sagen das ich unheimlich stolz auf mich bin das ich das alles grösstenteils alleine bewerkstelligt habe. Ich finde umziehen ist super viel Arbeit, nicht nur das die Kinder irgendwie auch Unmengen an Zeug haben, der ganze Rüsel drumherum (bin sehr ordnungsliebend) hat mir einfach zugesetzt.

Heute kann ich sagen das es mir gut geht. Alles ist so weit eingerichtet und steht an Ort und Stelle, sauber und ordentlich ist es auch. Fühle mich wohl.

 

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